KOMPLEX VILLA MANOLESSO-FERRO

 

Geschichte

 

Der aus einer Villa mit Wirtschaftsgebäude und Privatkapelle bestehende Komplex liegt in der Gemeinde Treviso, Ortsteil Monigo, an der antiken Cal Trevisana, in einem edlen, drei Hektar großen Park, der von einer Kiesel- und Backsteinmauer umgeben ist. 
Zahlreiche Eingänge führen zum Besitz: Auf der Ostseite blicken drei elegante schmiedeeiserne Gitter, die auf unecht bossierten Pfeilern ruhen und an der Spitze mit steinernen Barockvasen verziert sind; im Westen ein weiteres Gatter; und schließlich an den langen Seiten des Besitzes zwei parallel zur Ostseite verlaufende Wege, die zu ebenso vielen Ädikula führen, welche von Wandpfeilern und Gebälk eingerahmt werden, in denen sich eine Nische befindet, die Fresken mit Szenen aus dem Leben in einem Garten aus dem 18. Jh. zeigt. 
Der Komplex wurde vermutlich um das Jahr 1650 für die Maffetti errichtet, da historisch gesehen keine Verbindung zu den Manolesso Ferro besteht. Der Komplex ging auf zahlreiche Nachfahren der Familie über, und zwar bis 1837, als der österreichische Kataster Giuseppe Scarpa als Besitzer anführt. 1935 befand es sich im Besitz des I.R.E. von Venedig und wurde 1978 von der Familie Nicoletti erworben. Um das Jahr 1825 wurden die Innengemälde und einige Außenflächen der Villa renoviert. 
Das Herrenhaus weist drei Stockwerke und in der Mitte der beiden Hauptstirnseiten eine mit Giebelfeld versehene Erhebung auf. Über dem bossierten Eingang springt der Austritt mit Balustrade hervor, auf den ein gewölbtes Drillingsfenster hinausgeht; im oberen Giebel, im 19. Jh. neu errichtet, drei rechteckige Fenster mit Austritten. Die einst bogenförmigen Seitenfenster sind nun teilweise verschlossen. Darüber eine edle Kymation und ein kurzes Gesims.

 

Die Villa verwahrt noch ihre Originalstruktur mit dem klassischen Verbindungssaal und vier Zimmern sowie dem Treppenhaus an den Seiten. Beachtenswert sind die Verzierungen: Gemälde, Originalfußböden aus venezianischem Pastellone im Obergeschoss, Sansovina-Decken und bossierte Portale am Treppeneingang. Interessant und gut erhalten sind die Fresken aus dem Barock und 18. Jh. auf den Sopraporten, um die Kamine, an den Wänden – bestehend aus Sockelbändern, Rahmen an der Spitze und monochromen Malereien – und an der Decke des Salons im Obergeschoss, an der drei Kassetten mit mythologischen Szenen sichtbar sind. 
Das zweistöckige Wirtschaftsgebäude mit großem Bogengang, einst als Reiststall und Kornspeicher dienend, befindet sich auf der Westseite neben der Villa. Die klassische Kapelle liegt an der Straße, an der äußeren Ostseite des Besitzes liegt. Sie wurde Mitte des 18. Jhs. errichtet und verwahrt in ihrem Innern einen Marmoraltar, ein erwähnenswertes Altarbild und das Grab von Elisabetta Maffetti. 
Der Komplex rüstet sich gerade um, um Veranstaltungen, Kunstausstellungen und Empfänge sowohl im Park als auch im Bogengang des Wirtschaftsgebäudes ausrichten zu können.

Öffnungszeiten

 

Ganzer komplex

 

Anmerkungen : Gegen Voranmeldung. Der Parkplatz liegt auf der anderen Straßenseite der Strada Feltrina und ist Eigentum der Stadt Treviso (öffentlicher Parkplatz).

 

 

ARDESSE : Via Feltrina 101 , Treviso (TV)

Für Informationen KONTAKTIEREN Sie : 0422 22646 ; Fax : 0422 269714