VILLA MOROSINI LUCHESCHI VALFORTE 

Geschichte

 

Der Besitz ist in der Natur von Colle Umberto (Provinz Treviso), Ortschaft Valforte, eingebettet. 
Überschreitet man das Eingangstor des nördlichen Wirtschaftsgebäude, auf dem das Adelswappen thront, gelangt man seitlich zum herrschaftlich Hof. Vor der Villa befindet sich ein erster Garten mit edlem Steinmobiliar, der sich zum davor liegenden Tal mit einer grasigen Allee hinausdehnt, die von Tannenbäumen und Zypressen umsäumt wird und als eindrucksvolles optisches Fernrohr dient. Auf der Rückseite ein zweiter italienischer Garten, der mit einer viereckige Fontäne und großen Magnolienbäumen geschmückt ist. In der Nordecke befindet sich das Kirchlein, das der Madonna von Serravalle geweiht ist und aus dem 18. Jh. stammt. 
Der Komplex wurde an der Stelle errichtet, an der ursprünglich ein Landhaus und vermutlich (es liegen jedoch keine sicheren und zuverlässigen Quellen vor) ein voriges Kloster aus dem 17. Jh. stand. Gegen Ende des XVIII. Jhs. wurde die Villa zum Wohnsitz der venezianischen Familie Morosini auserkoren, die den Besitz zu Beginn desselben Jahrhunderts von den Sarmede erworben hatte. Sie wurde daraufhin umgebaut, vermutlich vom Baumeister Sebastiano De Boni, und Mitte des XIX. Jhs. erweitert. Schließlich ging sie 1921 in den Besitz der Grafen Lucheschi über. 
Der C-förmig angelegte Komplex weist in der Mitte das Herrenhaus und an den Seiten die beiden Wirtschaftsgebäude auf. Die Villa ist ein zweistöckiges, untiefes Gebäude mit nur einer zentralen Einheit, dem wahren Wohnsitz, die sich auf drei Höhen ausdehnt. Die lange Hauptfrontseite entspricht der Nordseite und ist klassischer Prägung: Drei Fensterreihen definieren die Stockwerke des zentralen Bereichs; über der Eingangstür befindet sich ein freitragender, kreisförmiger Austritt mit Eisengeländer, auf den das gewölbte Fenster des Obergeschosses hinausgeht, während ein Gebälk und ein dreieckiger, zentraler Frontgiebel, mit Adelswappen, die Krone der Fassade festlegen.

Im Südosten liegt das erste Wirtschaftsgebäude (der ehemalige Reitstall), das sich durch die großen Arkaden des weiten Bogengangs auszeichnet, über dem die Uhr aus dem Jahr 1857 thront. Im Nordwesten ahmt das zweite Wirtschaftsgebäude das Bogenmotiv nach; ihm folgen das Gewächshaus für Zitronenbäumchen, der Keller und die Kornspeicher. 

Die interne Anordnung des Herrenhauses ist eher ungewöhnlich: Der Hauseingang führt seitlich zu hintereinander liegenden Räumen, während im Nordosten ein quer liegender Korridor zum prunkvollen Treppenaufgang aus Marmor führt, der den Besucher zum Obergeschoss geleitet. Alle Innenräume sind mit feinen Stuckaturen aus dem Jahr 1932 und auch venezianischen Terrazzofußböden geschmückt. 
Die Villa diente im Ersten Weltkrieg als Sitz des österreichischen Oberkommandos der Luftfahrt und im Zweiten Weltkrieg als Aufnahmestelle für Flüchtlinge. Hier verweilten zwei namhafte Persönlichkeiten: Vittorio Emanuele II. und Karl I. von Habsburg. 

 

Öffnungszeiten

 

Wirtschaftsgebäude und anbauten

Externe parkanlage

 

Anmerkungen : Auf Buchung



ADRESSE : Via Morosini 16,  Colle Umberto (TV)

Für Informationen KONTAKTIEREN Sie : 0438 76101 ;   340 2362061 

e-mailvittorio.luccheschi@gmail.com

 

 

 

9 + 12 =